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#relating forests - Labor bei NOBA in Norwegen, Bericht

#relating forests- Der finale Workshop in norwegischen Wäldern

Ende Oktober 2025 kamen wir in einem kleinen Ort südlich von Oslo zusammen – in Ås, am Rand eines stillen Waldes und tauchten ein: in Erde, Klang, Mythos und Stille.
relating forests geht von der Grundannahme aus, dass Wälder Mitschöpfer, Miterzähler, lebendige Wesen sind. Unser dritter und letzter Treffen fand auf dem Gelände der Universität Vitenparken und im Waldgebiet Kinnsåsen statt – einem Hügel mit See, Pfaden und einer alten Hütte, die für eine Woche zum gemeinsamen Wohn- und Arbeitsort wurde.


Mit dem Wald arbeiten
Wir lebten vor Ort, schliefen draußen, schwammen im Morgengrauen, wanderten und horchten. Begleitet wurden sie von lokalen Expertinnen und Experten: Jeroen Scheepmaker, zertifizierter Baumpfleger der NMBU, führte durch den Campus als lebendes Arboretum. Håvard Steinsholt, Historiker und Lokalforscher, erzählte von Wikingerpfaden, Rabengeschichten und Ortsnamen. Martin Lee Mueller, Öko-Philosoph, brachte die Gedanken von Arne Næss und die Sprache der Birke in einen Atemzug.
In Workshops arbeiteten wir mit Ecosomatics, norwegischer Volksmusik und Ecophilosophie. Volksmusikerin Lajla Buer Storli lehrte, durch Stimme und Ton Beziehungen zu Bäumen aufzubauen. Ökophilosophin Austra Apsite führte in Konzepte wie Mythos, Nasi und Poesis ein. Grundlage des Ganzen: die Geschichte von Herløg Rishaug, einer Trolltochter, die sich den Menschen nähert und zurückgewiesen wird. Natur, die sich verschließt. Eine Erzählung, die im Zeitalter des Klimawandels kaum aktueller sein könnte.


Ein Abend im Wald
Am dritten Tag öffnete sich das Projekt der Öffentlichkeit. Rund 30 Menschen folgten bei Dämmerung einem Lichterpfad in den Wald. Sie begegneten der Huldra, kleinen Waldgeistern, einer Klanginstallation aus Bodenaufnahmen, und einer Stimme, die unter dem Abendhimmel las:
„Zehn tausend Jahre vor heute lag der Ort, an dem du jetzt sitzt, unter Wasser..."
Am Ende saß die ganze Gruppe in einem Kreis aus Hängematten auf dem Hügel und sang dem Wald ein Schlaflied. Die Fragebögen danach zeigten: 80 % der Kinder dachten nach dem Erlebnis anders über den Wald. Erwachsene beschrieben Ruhe, Staunen, Zugehörigkeit. Eine Person schrieb: „Es war ein gewöhnlicher Wald für mich – jetzt denke ich, er ist voller mystischer Wesen, die mit uns sprechen."

Was bleibt
Rebekka Sæter, Projektleiterin und Künstlerin bei NOBA/Vitenparken, beschrieb den Workshop als Suche nach verlorenen Ritualen – Ritualen, die Brücken bauen zwischen Menschen und Orten. Die Resonanz des Publikums zeigte: Diese Brücken werden gebraucht.
relating forests ist ein Versuch, alte Aufmerksamkeit neu zu lernen – für das Rascheln im Laub, den Klang eines Baumes, die Geschichte eines Ortes. Und vielleicht, ganz langsam, auch für das, was der Wald zurückfragt.

relating forests wird ko-finanziert durch Creative Europe. Beteiligte Institutionen: NOBA /Vitenparken (Ås, Norwegen) mit der Künstlerin Rebekka Sæter, TheatreFragile (Deutschland, Detmold) mit den Künstlerinnen Luzie Ackers und Marianne Cornil, Cultures Eco-Actives (Frankreich, Embrun) mit der Künstlerin Anne-Claire Dromzee und Projektverantwortlicher Anne Bouchon.

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